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KPV Thuiskonia - Die Verbindung für Mittelschüler in Wien
FAQ PDF Drucken E-Mail

1. Seid ihr eine Burschenschaft? Seid ihr "Schlagende"?
Nein! Verwechslungen beruhen darauf, dass die äußeren Erkennungszeichen (Band und "Deckel") sehr ähnlich sind. Aber inhaltlich stehen wir zueinander völlig konträr. Mit national-freiheitlichem oder großdeutschem Gedankengut haben wir nichts zu tun! Das Duell mit Waffen - wie es bei schlagenden Burschenschaften üblich ist - lehnen wir ab.

2. Warum nehmt ihr keine Mädchen auf?
Das hat historische Gründe. In der Zeit, in der die meisten Verbindungen gegründet wurden, waren die Schulen noch "männliche Institutionen". Auf die daraus entstandene Tradition berufen sich die meisten Verbindungen, wenn sie keine Mädchen aufnehmen. Es gibt allerdings, besonders seit den letzten Jahren auch Mädchenverbindungen und "gemischte" Verbindungen, zu denen wir freundschaftliche Kontakte pflegen. So nimmt etwa die mit uns befreundete "Clunia" in Feldkirch sowohl Mädchen als auch Burschen auf.

3. Ihr seid eine Mittelschülerverbindung. Warum sind dann die Mitglieder mehrheitlich keine Mittelschüler?
Die Altersstruktur erklärt sich durch das Prinzip der Lebensfreundschaft. Das bedeutet, dass wir nicht nur bis zum Ende der Mittelschulzeit, sondern ein Leben lang zur Gemeinschaft gehören. Die Gestaltung des Veranstaltungsprogramms und des Verbindungslebens wird im Wesentlichen aber von den jungen Mitgliedern getragen.

4. Was macht man bei einer Verbindung?
Wir haben ein abwechslungsreiches Programm anzubieten, seien es Vorträge, Seminare oder auch gesellige Veranstaltungen.

5. Was bringt es in der Praxis, bei einer Verbindung zu sein?
Die heutige Leistungsgesellschaft fordert gut ausgebildete, kreative Persönlichkeiten. Das Rüstzeug dafür kann ein junger Mensch bei uns sowohl in der Vereinsgestaltung als auch durch die Inanspruchnahme unserer Bildungsprogramme erwerben.

6. Was sind eure Grundsätze, und wie vermittelt ihr sie?
Werte, die bei uns ganz groß geschrieben werden, sind Demokratieverständnis, soziale Kompetenz und kreative Selbstverwirklichung. Dies äußert sich unter anderem darin, dass die Willensbildung einer Verbindung, eines Landesverbandes oder des Bundesverbandes auf Conventen - das sind die beschlussfassenden Gremien - erfolgt. Dort muss man seine Ideen präsentieren, Anhänger für sich gewinnen, Kompromisse eingehen und sich demokratischen Abstimmungen stellen. Es ist zumeist die Jugend, bei der die Verantwortung liegt.

7. Seid ihr eine Teilorganisation der Kirche?
Nein. Wir bekennen uns zum christlichen Glauben und versuchen diesen zu leben. Eine kirchliche Organisation sind wir aber nicht.

8. Gehört ihr zu einer Partei?
Die Mitglieder unserer Verbindung und unseres Verbandes sind politisch interessiert und teilweise aktiv, die Verbindung selbst ist aber als solche nicht parteipolitisch tätig.

9. Sind eure Traditionen überhaupt noch zeitgemäß?
Unsere Traditionen sind historisch gewachsen, angefangen im 12. Jahrhundert mit der Entstehung der ersten Universitäten, bis heute. Sie sind ein Bestandteil unserer Wertevermittlung und haben darüber hinaus identitätsstiftenden Charakter. Wer seine Wurzeln kennt, kennt seine Identität. Traditionen leben aber und können und sollen sich weiterentwickeln.

10. Gibt es noch mehr Verbindungen wie euch?
Ja! In ganz Österreich gibt es rund 160 Verbindungen, die sich zum Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) zusammengeschlossen haben. Davon sind rund 30 in Wien beheimatet - sie sind im Wiener Stadtverband des MKV (WStV) vereint.

 
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